Heizkosten
Heizkosten senken: 10 praktische Tipps
Jeder Hausbesitzer oder Mieter kennt das: Der größte Teil der anfallenden Energiekosten wird dafür benötigt, das Haus zu heizen und um warmes Wasser zu erzeugen. Ein zu großer Heizenergieverbrauch führt deshalb natürlich zu enormen finanziellen Belastungen, sodass es sehr sinnvoll ist, sich über Sparmaßnahmen sehr intensiv Gedanken zu machen. Gleichzeitig belastet ein hoher Verbrauch an Heizenergie natürlich auch die Umwelt, sodass die Arbeitsgemeinschaft ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V.) zehn wertvolle Tipps zur Einsparung von Heizenergie vorgestellt hat.
Energieverbrauch senken
1. Moderne Heizungsanlagen arbeiten wesentlich effizienter und damit sparsamer als ältere Modelle, die Einsparung kann durchaus bis zu 40 % betragen. Es lässt sich leicht errechnen, dass sich die Erneuerung von Anlagen, die älter sind als etwa fünfzehn Jahre, bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Gerade Brennwertgeräte, die mit Erdgas betrieben werden, arbeiten äußerst effizient, denn sie nutzen auch die Abgaswärme mit. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Solarwärme- oder eine Biogasanlage anzuschaffen, kann darüber hinaus auch mit staatlichen Fördermitteln rechnen.
2. Aber auch das Absenken der Temperatur im Haus spart bares Geld. Bereits ein Grad weniger bedeutet i. d. R. einen etwa sechs Prozent niedrigeren Heizenergieverbrauch. Empfehlenswert sind Tagestemperaturen von etwa 20 °C und eine Nachtabsenkung von ca. 5 °C. Die Prüfung und ggf. der Austausch der verwendeten Thermostatventile lohnen sich ebenfalls, denn schlecht einstellbare Ventile halten diese Temperaturwerte natürlich nicht.
3. Mittlerweile werden die meisten modernen Heizungsanlagen zentral gesteuert, häufig erfolgt dies vom Wohnzimmer aus, wo ein entsprechendes Steuergerät installiert wird, an dem man die gewünschte Temperatur einstellt. In diesem Steuergerät befindet sich ein Temperaturfühler und die Steuerung sorgt dafür, dass im Raum die korrekte Temperatur herrscht. Regelt man bei solchen Anlagen die Heizkörperventile zu sehr herunter, so kann es passieren, dass nicht mehr genug Heizwasser in die Heizkörper kommt. Versucht die Steuerung dann trotzdem, die erforderliche Temperatur zu halten, so wird zu viel Pumpenenergie, aber natürlich auch Heizenergie, benötigt und damit verschwendet.
4. Viel Heizenergie wird auch durch falsches Lüften verschwendet, denn häufig werden Fenster stundenlang gekippt. Besser ist es, kurz und dafür sehr kräftig zu lüften, wobei die Räume wegen der Gefahr einer Schimmelbildung natürlich nicht komplett auskühlen sollten.
5. Oft werden Heizkörper mit Möbeln oder Gardinen verstellt bzw. zugehängt, was dazu führt, dass die Wärme nicht frei an die Luft im Raum abgegeben werden kann. Es ist auch sinnvoll, die Wand hinter dem Heizkörper geeignet zu dämmen.
6. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Warmwassertemperatur 60 °C nicht übersteigt.
7. Eine Wärmedämmung der Warmwasserleitungen im Keller ist sehr sinnvoll, denn hierdurch werden Wärmeverluste vermieden.
8. Energie- und damit auch Geldverschwendung durch den dauerhaften Betrieb elektrischer Heizlüfter sollte man vermeiden.
9. Es empfiehlt sich, über Nacht die Rollläden und Vorhänge zu schließen, denn diese Maßnahme für zu einer guten Isolierung des Gebäudes. Darüber hinaus sind auch zusätzliche Wärmedämmungen in und an den Rollladenkästen sehr nützlich. Noch mehr Energie lässt sich einsparen, wenn man moderne Fenster mit spezieller Wärmeschutzverglasung installiert.
10. Auch Luft in den Heizkörpern trägt zu einem erhöhten Energieverbrauch bei und sollte natürlich vermieden werden.
