Ratgeber um Heizkosten zu senken
Nicht nur wirtschaftliche Probleme sind ein Grund, Möglichkeiten zum Senken der Heizkosten in Betracht zu ziehen. Bei den heutigen Kosten für fossile Brennstoffe ist es wichtig und lohnend, sich über die Heizkosten Gedanken zu machen. Schließlich möchte jeder die böse Überraschung vermeiden, die sich mit der nächsten Heizkostenabrechnung ankündigt. Mit dem eingesparten Geld lässt sich bestimmt viel Besseres anfangen und nebenbei wird auch noch die Umwelt geschont, wenn weniger Heizenergie benötigt wird. Wenn man ein paar wesentliche Tipps beachtet, lassen sich Heizkosten allerdings ganz gut im Griff halten.
Nützliche Tipps
Beispielsweise ist es nützlich, die Wand hinter den Heizkörpern zu dämmen, denn in diesem Bereich ist die Außenwand häufig deutlich dünner. Diese dünneren Wandbereiche verfügen natürlich nicht über eine gute Wärmedämmung, sodass hier nachgeholfen werden muss. Hierfür eignen sich elastische Dämmtapeten oder Dämmplatten, die einfach zu verarbeiten und darüber hinaus auch preiswert sind. Man bekommt sie – und natürlich auch die weiteren Hilfsmittel – in allen Bau- und Fachmärkten.
Für den Dämmstoff und den hierfür notwendigen Kleber kann man etwa 15 bis 20 Euro pro Heizungsnische von ca. zwei Quadratmetern ansetzen. Das Material lässt sich ganz einfach mit einem geeigneten Messer oder einer Schere zurechtschneiden und wird anschließend mit Styroporkleber an die Wand geklebt. Man sollte hierbei darauf achten, dass beim Ankleben keine Hohlräume entstehen und daher die Dämmung gut, aber vorsichtig, festdrücken.
Tricks bei der Dämmung

Tipps und Tricks bei der Dämmung
Die nächste Schwachstelle ist in den meisten Häusern der Rollladenkasten, der mit Dämmplatten aus Kork oder Polystyrol gedämmt werden kann. Auch diese Arbeit kann jeder Heimwerker problemlos übernehmen und bekommt die geeigneten Materialien in jedem Bau- oder Fachmarkt. Man dämmt hierbei die Seiten des Rollladenkastens, die zum Zimmer hin gerichtet sind, also die Unterkante und die Innenseite. Auch dieses Material lässt sich problemlos mit Messer oder Schere zuschneiden und sollte gut festgedrückt werden.
Aber auch über die Auswahl der richtigen Raumtemperatur kann man viel Heizenergie und damit auch Geld sparen. Senkt man die Raumtemperatur um ein Grad, so spart man bis zu 6 % der Heizenergie ein. Beispielsweise bedeutet das für eine fünfzig Quadratmeter große Wohnung, dass eine Absenkung der Temperatur um zwei Grad etwa 80 Euro pro Jahr entspricht. Es ist nicht sinnvoll, die Raumtemperatur auf über 20 Grad einzustellen und die Nachtabsenkung sollte ungefähr bei fünf Grad liegen. Eine wesentlich größere Nachtabsenkung würde ein zu starkes Abkühlen der Wände bedeuten, was zusätzlich Energie kostet.
Heizkörperthermostate richtig einstellen
Es macht auch Sinn, die Heizkörperthermostate auf korrekte Funktion zu prüfen und ggf. auszutauschen, wobei die Benutzung elektronisch geregelter Thermostate mit Zeitsteuerung sicher optimal ist. Diese Thermostate kann jeder Heimwerker problemlos selbst austauschen. Man sollte auch unbedingt darauf achten, dass die Heizkörper frei stehen und nicht mit Möbeln verstellt sind. Häufig werden die Heizkörper auch von langen Gardinen verdeckt. In beiden Fällen schlucken die Möbel oder auch Gardinen einen großen Teil der Heizenergie – das können bis zu 40 % sein. Dies sind sicher leicht zu korrigierende Fehler, die aber zu einer enormen Einsparung führen. Bei einer Wohnung mit etwa 50 m² kann sich die Heizkosteneinsparung auf bis zu 270 Euro im Jahr belaufen, wenn die warme Luft optimal zirkulieren kann.
Foto: Farsouthtommy (Fotolia.de)
