Das Null Energie Haus
In Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten und angesichts der Endlichkeit fossiler Brennstoffe denkt man verstärkt über Möglichkeiten nach, besonders energiesparende Häuser zu bauen. Hierbei wird natürlich besonders viel Wert darauf gelegt, dass das Haus nicht nur Energie spart, sondern vielleicht sogar mehr Energie erzeugt, als es verbrauchen kann. Das Haus der Zukunft soll von fossilen Brennstoffen sowie vom derzeitigen Gas- und Stromnetz völlig unabhängig sein. Schnell stellt sich hier die Frage, wie das funktionieren kann.
Grundsätzlich werden solche Häuser so geplant, dass die Architektur den Lauf der Sonne berücksichtigt. Ein großer Teil des Wasserbedarfs wird aus Regenwasser gedeckt und der Strom wird durch die Sonnen erzeugt, in dem Solaranlagen und Fotovoltaikmodule auf dem Dach installiert werden. Sie fangen so viel Sonnenlicht auf, dass man in der Lage ist, den Strom- und Wärmebedarf des Hauses komplett abzudecken. Nach Schätzung der Experten wird es nur noch wenige Jahre dauern, bis sich die ersten Nullemissionskonzepte beim Hausbau durchsetzen. Bereits jetzt steht das erste Energiesparhaus, das sogar noch einen Energieüberschuss erzeugt, kurz vor der Serienreife.
Regenwassernutzung und Architektur
Die Regenwassernutzung beschränkt sich derzeit meist auf das eine oder andere Wasserfass, welches der Gartenliebhaber an der Regenrinne installiert hat. Aber von dem Regen, der pro Jahr auf ein Dach von etwa 100 m² Fläche fällt, könnte ein aus zwei Personen bestehender Haushalt das ganze Jahr über den Brauchwasserbedarf decken. Hierzu zählen Wäsche- und Autowaschen, Reinigung des Hauses, Gartenbedarf und natürlich auch die Toilettenspülung. Wählt man eine geeignete Architektur, so lässt sich der Energiebedarf des Hauses stark beeinflussen. Baut man das Haus so, dass die Wohnräume nach Süden, also nach der Sonne ausgerichtet sind, so benötigten diese Räume wesentlich weniger Heizenergie als würde man sie nach Norden platzieren. So kann man Energie einsparen, indem man gezielt die Räume mit dem höchsten Wärmebedarf nach Süden ausrichtet und Räume mit geringerem Heizbedarf, wie etwa Schlaf- oder Abstellräume, nach Norden.
Darüber hinaus lässt sich weitere Energie einsparen, wenn man zur Südseite hin große Fenster einbaut oder eine transparente Wärmedämmung.
Solarenergie

Solarenergie ist saubere Energie
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Solaranlagen, die Wärme zu Heizzwecken erzeugen, und solchen, die Strom erzeugen. Strom wird mit den sog. Fotovoltaikanlagen erzeugt, die auf Solarzellen basieren. Bereits seit 1958 werden Solarzellen hergestellt, wenn auch zunächst nur zu Testzwecken. Solarzellen bestehen meist aus Silizium und sorgen dafür, dass das auftreffende Licht in Strom umgewandelt wird, indem sich die eine Seite positiv und die andere Seite negativ auflädt. Fällt Licht auf die Solarzelle, so entstehen elektrische Ladungen, die man über Kontakte ableitet – also elektrische Energie oder kurz Strom. Unter Solarthermie versteht man die Erzeugung von warmem Wasser mithilfe der Sonne, eine Solarthermieanlage lässt sich mit jeder Heizung kombinieren. Gerade im Sommer lohnt sich das besonders, denn der Heizkessel läuft die ganze Zeit, nur um die eine oder andere heiße Dusche zu ermöglichen.
Mithilfe einer Solaranlage bleibt der Heizkessel im Sommer aus und im Winter wird nur soviel nachgeheizt, wie erforderlich ist. Hierzu wird die Sonnenenergie in einem sog. Kollektor auf dem Dach gesammelt und das warme Wasser in einem Pufferspeicher gesammelt. Über einen Wärmeaustauscher und möglichst auch direkt über den Pufferspeicher kommt auch die vorhandene Heizungsanlage ins Spiel. Der Rohrkreis ist des Wärmeaustauschers geschlossen und die Pumpen werden geeignet gesteuert. Nach Bedarf lässt sich aus dem Pufferspeicher auch warmes Wasser z. B. zum Duschen oder Wäschewaschen abrufen.
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